Interview vom Fachmagazin WERBETECHNIK

Dejan Pavlovic

In der Ausgabe 1.2014 wurden wir vom Fachmagazin Werbetechnik interviewt. Den finalen Text können Sie gerne im Pressebereich nachlesen.

1. Das Farbleitsystem ist seit Dezember 2009 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Wie kamen Sie auf die Idee zum FLS?

Erste Überlegungen zu einem Orientierungssystem an Schulen entstanden im Juni 2009 im Arbeitskreis „Sicherheit an Schulen“ im Main-Taunus-Kreis. Es war eine der von Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei eingebrachten Forderungen, um an Schulen baulich, technisch und organisatorisch die Sicherheit zu verbessern. Weitere Maßnahmenempfehlungen waren die Reduzierung von Zugängen, Gegensprechanlagen mit Videoübertragung und eine bessere Beleuchtung. Besondere Sicherheitsüberlegungen wurden für Experimentierräume sowie Verwaltungs- und EDV-Bereiche angestellt.

Wegen der Ausgestaltung des Orientierungssystems wurde ich zu einer Besprechung in den Arbeitskreis Sicherheit an Schulen eingeladen.  Während der gemeinsamen Besprechung wurde allen klar, dass für das schnelle Vorrücken in Situationen, in denen höchste Eile geboten ist, eine einfache Orientierung die erste Voraussetzung ist, um effektiv an Schulen Gefahrensituationen zu beseitigen. Üblich war es, den Hausmeister oder eine Lehrkraft zu kontaktieren, um einen bestimmten Ort zu finden. Gebäudepläne hatten die Rettungskräfte und die Polizei in der Regel nicht zur Hand. Es war also erforderlich, ein einfaches, einheitliches Orientierungssystem zu entwickeln. Aufgrund meiner Fachkompetenz als Designer wurde mir die Gestaltung des Systems übertragen.

2. Wann wurde das erste Gebäude mit FLS ausgestattet? Welchem Zweck dient das Gebäude?

Der ehemalige Landrat Berthold Gall hatte mich über sein Schulbauamt im Juli 2009 beauftragt die Weingartenschule in Kriftel als Musterschule mit dem Orientierungssystem auszustatten. Schon zu diesem Zeitpunkt bestand die Absicht, alle weiterführenden Schulen mit dem Leitsystem flächendeckend auszustatten. Bereits im September 2009 war dort das Farbleitsystem mit den Türlaschen installiert.

3.1. Wie kam es zu dem Auftrag: Kam die Schule zu Ihnen oder haben Sie das FLS dort beworben?

Angeregt vom AK Sicherheit an Schulen verfügte Landrat Gall die Ausstattung der Schulen mit dem Farbleitsystem. Er lies sich von der Notwenigkeit überzeugen, dass für die Rettungskräfte und Polizei eine einheitliche Orientierung geschaffen werden musste, damit diese sich im Notfall schnellst möglich zurecht finden.

3.2. War gegebenenfalls viel Überzeugungsarbeit notwendig?

Nein, jede Erleichterung in der Orientierung an Schulen wird gerne in Anspruch genommen. Schließlich haben alle, die erstmals eine Schule aufsuchen (Eltern und auch die Schüler an den ersten Schultagen), ein Problem mit dem Sichzurechtfinden. Polizei und Rettungskräfte besaßen damals keine aktuellen Pläne der jeweiligen Schulen. Wegen des Zeitdrucks in Notlagen forderten Polizei und Rettungskräfte entsprechende Pläne, aber auch einfache Leiteinrichtungen an den Schulen.

3.3. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Sicherheit an Schulen des Präventionsrates MTK?

Da ich schon seit mehreren Jahren für den Landkreis tätig bin und unter anderem das Corporate Design des Landkreises und auch die Webseite gestaltet habe, wurde ich zu den ersten Gesprächen und zum Ideenaustausch eingeladen.

3.4. Werden nur Schulen mit FLS ausgestattet? Warum?

Generell wurde das FLS für Schulen entwickelt. Es gibt bestimmte Kriterien, die nur Schulen erfüllen: Schulen sind Baukörper, die sehr oft umgebaut und verändert werden. Die Schulgebäude werden verkleinert, vergrößert, neue Räume kommen hinzu oder neue Gebäudeteile werden angebaut. Auch ist die Orientierung an der Schule eine ganz spezifische. Es gibt Stoßzeiten in den Pausen und zum Schulbeginn bzw. -ende. In der Zwischenzeit sind die Türen geschlossen und die Flure nahezu leer. Diese stetig in Veränderung befindliche Gebäudesituation und der gesteigerte Bedarf an unterstützenden Maßnahmen für eventuelle Notlagen, bei denen höchste Eile geboten ist, sind die Hauptgründe für die Entwicklung und Installation des FLS.

Mittlerweile haben wir für Krankenhäuser und öffentliche Gebäude das System verfeinert und entwickeln dieses schon für einige Bauprojekte in 2014/2015.

Was macht ein gutes Leitsystem aus und inwiefern entspricht FLS diesen Kriterien?

Ein gutes Leitsystem ist selbsterklärend, auffällig und eindeutig. Andere Kriterien, die für das FLS sprechen, sind die Einheitlichkeit, Flexibilität, schnelle Installation und Kostengünstigkeit.

Die genannten anderen Kriterien sind für ein gutes Leitsystem nicht zwingend. Die Einheitlichkeit war aber eine Forderung von Rettungsdiensten und Polizei, die sich an allen Schulen gleichermaßen zurecht finden wollte, und die weiteren Kriterien waren für das Schulbauamt wichtig.

3.5. Warum benötigen besonders Schulen ein solches Leitsystem?

Gegenfrage: Haben Sie sich in einer fremden Schule schnell zurecht gefunden?
Schulen sind wie individuelle Inseln, wo sich nur die Leute gut zurechtfinden, die sich dort jeden Tag aufhalten. Jede Schule hatte bisher ihr eigenes Raumnummerierungssystem, das es einem Gebäudeunkundigen, wie beispielsweise Eltern oder Rettungskräften, sehr schwer machte, ohne Hilfe und Erklärung einen speziellen Raum zu finden. Dabei geht viel wertvolle Zeit für das Suchen verloren, was im Notfall Leben retten könnte.

Türmarker mit icon
4. Warum tun sich Einsatzkräfte in Schulkomplexen besonders schwer, sich zu orientieren?

Es gibt da mehrere Kriterien. Ideal wäre es natürlich, wenn die Einsatzkräfte die Schule schon vor dem Einsatz kennenlernen. Die Einsatzkräfte müssen in Notlagen und unter enormem Zeitdruck schnell reagieren, da Zeit ein Faktor ist, der über Erfolg oder Misserfolg eines Einsatzes entscheidet. Der Stress ist auch ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. Jede Erleichterung in der Orientierung optimiert den Erfolg des Einsatzes. Wie würde ein Rettungsdienst wissen, wo der Raum „11b“ zu finden ist, wenn er keinen Ansatz hat, wie die Orientierung in der Schule funktioniert. Das FLS hat eine Einheitlichkeit geschaffen, bei dem die Gebäudebereiche, das Stockwerk und auch die Raumbezeichnung definiert sind. Somit können die Einsatzkräfte schon allein durch die Farbdefinierung ungefähr einschätzen, wo sie hin müssen.

5. Kam es an einer Schule mit FLS schon zu einem Ernstfall?

Natürlich. Sehr häufig haben die Rettungskräfte Einsätze in den Schulen, beispielsweise wegen Verletzungen durch Stürze oder auch epileptische Anfälle von Schülern. Hier hat sich das FLS bewährt, weil der betreffende Raum, in dem sich der Verletzte befand, schnell ausfindig gemacht wurde. Das FLS wird auch von der Polizei bei Straftaten oder Streitigkeiten an den Schulen genutzt.

5.1. Wie konnte/kann FLS den Einsatzkräften helfen?

Flucht- bzw. Feuerwehrpläne helfen im Brandfall, das Gebäude schnell zu verlassen. Das FLS macht das Gegenteil. Es hilft schnell einen spezifischen Raum in kürzester Zeit zu finden. Die Raumbezeichnung und Farbe definieren die Lage des Raumes. Wichtig ist dabei auch, dass Hilfsbedürftige durch die Türlaschen auch im Raum erkennen können, wo sich befinden.

5.2. Haben Sie schon Anregungen von Einsatzkräften oder Schulen zur Verbesserung des Systems erhalten? Welche waren das?

In den ersten Jahren haben wir viele Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge von Schulen, Rettungskräften, Feuerwehr und der Polizei erhalten. Nach Fertigstellung des Leitsystems wurde mit den Mitwirkenden die Schule inspiziert. Wenn es Schwachstellen gab oder Orientierungsmerkmale fehlten, wurden diese nachträglich angebracht. Da dieses System so flexibel ist, konnten wir ältere Installationen ohne Probleme auf den neusten Stand aktualisieren.

An Orientierungstafeln beispielsweise wurde am Anfang nicht gedacht, da man meinte, dass man sich nur im Gebäude zurecht finden muss. Wir wurden eines Besseren belehrt. Mittlerweile ist die Orientierungstafel einer der 4 Bestandteile des FLS. Die Kennzeichnung von Eingängen und Treppenräumen kamen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Es kamen immer wieder Ideen, die das System weiter verbesserten und heute zu einem ausgereiften und getesteten System machen.

Wandmarker
6. Sollen in Zukunft andere öffentliche Gebäude oder Behörden mit FLS ausgestattet werden?

Ja. Wir haben Anfragen für Krankenhäuser und öffentliche Gebäude erhalten, bei denen wir noch in der Planungsphase sind. Aus der Sicht der Polizei sollten alle öffentlichen Gebäude mit diesem Leitsystem ausgerüstet sein.

6.1. Wie würde sich ein FLS dort von einem FLS für Schulen unterscheiden?

In Schulen ist das System sehr plakativ. In Krankenhäuser und anderen Gebäuden kann das System dezenter, aber mit den FLS-Merkmalen ausgestattet werden.

Anmerkung: Mittlerweile haben wir 2020 ein großes Kreiskrankenhaus in Bayern mit dem Farbleitsystem ausgestattet. Bei der oben geschriebenen Antwort, wurde erwähnt, dies dezenter anzubringen. Dies wurde nicht so umgesetzt. Gerade das plakative und die klare Kennzeichnung ist in Krankenhäusern sogar wichtiger als in Schulen. IM Krankenhaus verkehren sehr viele Besucher, die sich im Gebäude zurechtfinden müssen. Bei Schulen ist es einfacher. Der Großteil der Schüler und Lehrer kennen das Gebäude. Auch ist der Stressfaktor der Besucher in Krankenhäuser viel höher als in Schulen. Nur bei Krisensituationen ändert es sich natürlich. Speziell über unsere Projekte im Krankenhaus, können sie hier lesen.

6.2. Warum?

Die Schulen sind in der Regel sehr bunt, die Flure sehr voll mit Schülern, viele Poster, Informationstafeln, usw. Die Schule wandelt sich in jedem neuen Schuljahr. Das erfordert auch eine klarere Hervorhebung der Orientierung. In Krankenhäusern und andere Gebäudetypen ist dies einfacher und zurückhaltender geregelt.

6.2. Wäre ein FLS auch für eine so komplexe Einrichtung wie ein Krankenhaus geeignet?

Natürlich. Gerade Krankenhäuser mit den Besucherströmen wären ideal für dieses Leitsystem.

6.3. Wie würden Sie an ein solch großes Projekt herangehen?

Beurteilung des Lageplans (wie sind die Gebäudeteile miteinander verbunden). Wo sind die Hauptströme der Besucher, Mitarbeiter und Rettungsdienste. Wie werden die Gebäudeteile vom Personal wahrgenommen und genannt. Wie ist die Orientierungslage im Moment. Verlaufen sich die Leute oder werden unnötig Umwege genutzt. Viele Problematiken kann man schon an den Grundrissen oder Fluchtplänen erkennen und mit den Verantwortlichen eine optimale Lösung finden.

Roter Türmarker
7. Immer häufiger kommen digitale Komponenten bei Leitsystemen zum Einsatz. Welche Vorteile hat FLS gegenüber den „technisch-modernen“ Systemen?

Was ist modern? Und wie lange ist es modern?
Unser Ziel bzw. unser Anspruch war und ist etwas Zeitloses und Nachhaltiges zu entwickeln. Das System kann auch ohne Wartung bis zum Abriss der Schule genutzt werden. Gerade auch der Kosten-Nutzen-Faktor ist wichtig.

7.1. Sie setzen die Grundfarben Rot, Gelb und Blau, deren Komplementärfarben Orange, Violett und Grün sowie Braun ein. Warum gerade diese Farben?

Können Schüler zwischen Blau und Cyan unterscheiden? Oder zwischen Pink, Lila und Rosa? Wir mussten uns auf eine begrenzte Anzahl beschränken. Nuancen von Farben sind nicht eindeutig und können falsch kommuniziert werden.

8. Welche typografischen Überlegungen flossen in die Textgestaltung ein?

Wir haben eine lizenzfreie, serifenlose Groteskschrift ausgesucht. Diese sollte zeitlos, klar erkennbar und auch auf allen Systemen für die Produktion lauffähig sein. In dieser Hinsicht haben wir sehr pragmatisch gehandelt.

Orientierungstafel im Außenbereich
9. Wie wichtig sind Orientierungstafeln im Außenbereich von Gebäudekomplexen für die Orientierung?

Sehr wichtig. Dies war uns zu Anfang nicht bewusst. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass es schon beim Betreten des Geländes wichtig ist zu wissen, wie die Gebäude zu einander stehen und man einen Überblick erhält, an welchem Standort man sich befindet. Mittlerweile kennzeichnen wir auf Wunsch Haltestellen, Parkplätze, barrierefrei Zugänge und wichtige Anlaufstellen (Verwaltung, Mensa, usw.).

10. Warum müssen die Türlaschen 5 Zentimeter unterhalb der Schlossrosette bzw. des Beschlages enden?

Interessant, dass Sie das fragen. Die Feuerwehr hatte den Wunsch, dass die Türlaschen bis zum Boden reichen sollten, denn bei Rauchentwicklung helfen die Feuerwehrbeschilderung an den Decken nicht. Praktische Tests haben ergeben, dass bei unserer jetzigen Lösung eine unter dem Tisch liegende Person die Farbe der Lasche noch erkennen kann.

11. Gibt es Elemente, die an der Decke angebracht werden? Warum nicht?

Nein. Wir haben die Problematik, dass die Decken schon genutzt werden mit anderen Informationselementen. Den Gedanken hatten wir auch am Anfang, aber nach Besichtigung mehrerer Schulen mussten wir es verwerfen. Es gab keine einheitliche Positionierung bzw. Deckenhöhe, die es ermöglicht die FLS-Marker schnell zu erkennen. Wir haben letztlich die Oberlichter der Türen gewählt. 99% aller Schuleingänge haben Oberlichter. Somit haben wir alle Orientierungselemente des FLS auf Augenhöhe.

12. Aus welchem Material bestehen die unterschiedlichen Bestandteile des FLS? Welchen Anforderungen müssen sie entsprechen?

Wie schon erwähnt besteht das System aus 4 Elementen.

Die Orientierungstafel
Hierbei werden vorwiegend Standpfosten aus Aluminium und eine silberfarbig eloxierte Schildfläche (Dibondsilber mit Folienbeschriftung) verwendet. Um die Stabilität zu gewährleisten ist ein Betonfundament nötig.

Die Eingangsmarker/Oberlichter
Es sind Folien, die keine messbare Schrumpfung in Querrichtung und in Laufrichtung max. 0.2 mm haben. Die Haltbarkeit sollte mindestens 7 Jahre betragen.

Wandmarker
Bei den Wandmarkern werden Aluverbundplatten verwendet, die im Format 15cm x 15cm angefertigt werden. Darauf werden die Folien aufgeklebt.

Türlaschen
Es wird vorwiegend dasselbe Material verwendet wie bei den Oberlichtern. Wobei wir uns vorab immer die Türen anschauen müssen, aus welchen Materialien sie bestehen.

13. Mit welchen Druckdienstleistern arbeiten Sie für die Produktion zusammen? Welche Tinten und Drucker kommen zum Einsatz?

Wir haben Partnerschaften mit mehreren Druckereien geschlossen, die für und mit uns die Projekte realisieren. Die Folien werden nicht geplottet, sondern individuell gedruckt.

14. Derzeit wird FLS nur hessischen Schulen eingesetzt. Wollen Sie FLS in Zukunft auch in anderen Bundesländern bewerben?

Wir sind aktuell mit Berlin in Kontakt und bundesweit ist es schon bei den Behörden bekannt. Wir sind keine aktiven Verkäufer. Durch die Medien und durch das Internet kann jeder das Farbleitsystem finden (genauso wie sie…). D.h. wenn wirklich Bedarf vorliegt, werden die Schulen auf uns zu kommen. Wenn der Bedarf nicht vorliegt, wird auch Überzeugungsarbeit wenig bringen.

15. Bitte erstellen Sie einen kurzen Lebenslauf mit wichtigen Eckdaten!

Seit 1994 bin ich als Grafiker (pavlovic.com) in den neuen Medien tätig und heute immer noch als Freiberufler unterwegs, da es mir immer noch Spaß macht bei neuen Projekten direkt in der Agentur oder beim Kunden zu arbeiten. Neben einigen Firmengründungen und Geschäftsführertätigkeiten (ilscipio GmbH, mediavuk doo, Farbleitsystem, sigoo Gmbh) bin ich seit 2007 bei der Tecan AG als „Head of Application-/Interfacedesigner“ in Mainz-Kastell, Salzburg und Zürich (DACH) tätig.

15. FLS gibt es nun seit einigen Jahren. Welche (guten und schlechten) Erfahrungen haben Sie rund um FLS bisher gemacht?

Da bin ich wirklich wertneutral. Ich nehme meine Arbeit nie persönlich. Zu Anfang wurde ich öfter von Seiten der Schulleitungen abgewiesen. Dies hat sich mittlerweile deutlich verändert. Gerade die Schulen pochen bei den Schulträgern darauf, dass dieses Leitsystem eingeführt wird. Letztlich hat sich die Entscheidung mit Klebefolien zu arbeiten, als richtig und preisbewusst erwiesen. Anfängliche Befürchtungen von Hausmeistern und manchem Lehrer, die Schüler würden in kürzester Zeit die Folien beschädigen, haben sich nicht bestätigt. Im Gegenteil das FLS stärkt das allgemeine Sicherheitsgefühl und gibt in vielen Schulfluren eine optische Struktur und Führung.

16.1. Was waren persönliche Highlights für Sie?

Das ich zu dem Begriff „Signaletik“ meinen Beitrag leisten konnte und mittlerweile in Fachbüchern erwähnt werde.

16. Bitte beschreiben Sie ein möglichst aktuelles Projekt im Detail! (Stand 12.2013!)
Innentafel in den Berufsschulen Groß-Gerau

Um welche Einrichtung handelt es sich?
Berufliche Schulen Groß-Gerau in Gross-Gerau

Wie groß ist sie?
Von der Fläche her hat es 7 Gebäudeteile und ca. 2800 Berufsschüler

Wie kam es zu dem Auftrag?
Das war die erste Schule des Schulträger von Gross-Gerau. Nachdem wir einige Schulen im Main-Taunus-Kreis umgesetzt haben, wurden wir vom Schulträger des Landkreises angefragt, um dort die Orientieurng mit Hilfe des Farbleitsystems zu optimieren.

Welche und wie viele Komponenten wurden montiert?
Hierbei wurden alle 4 Komponenten verwendet. Zusätzlich wurden auch im Innenbereich Orientierungstafeln angebracht. Insgesamt wurden 4 Aussentafeln, 9 Innentafeln und ca. 740 Türlaschen angebracht.

Wie viele Farben waren nötig?
Wir haben alle 7 Farben dafür benötigt.

Mit welchem Druckdienstleister arbeiteten Sie für den Auftrag zusammen?
Mit der Firma logoscipt aus Rüsselsheim.

Wie lange dauerte es vom Auftrag bis zur Fertigstellung?
Das kann man schwer definieren. Die Umsetzung an sich hat ca. 1 Woche gedauert. Die Konzeptphase auch ca. 1 Woche. Bei Schulen ist immer der Zeitpunkt sehr wichtig. Wir benutzen bei der Umsetzung vorwiegend die Sommerferien oder auch die Winterferien. Da ist die Umstellung vom alten System auf das neue System am einfachsten. D.h der Auftrag wurde im Oktober erteilt aber im drauf folgenden Sommerferien umgesetzt. Die Schule hatte somit mehr als 6 Monate Zeit sich vorzubereiten.

Wir haben das Interview nach langer Zeit uns noch mal angeschaut. Da dieses Interview schon über 7 Jahre alt ist, war es ganz interessant zu sehen, was wir bei diesen Fragen geantwortet haben;)
Über Dejan Pavlovic Designer, Media Consultant, Business Angel
Seit 1994 entwickele ich als Designer für Unternehmen nach dem Prinzip der “10 Heuristiken” Userinterfaces, Webseiten und Informationssysteme. Mein Schwerpunkt liegt hier in der Optimierung der grafischen Benutzung und der einzelnen Arbeitsschritte innerhalb einer Anwendung. Ich verwende alle gängigen Softwarepakete und scheue mich nicht neue Technologien einzusetzen und damit auch neue Wege zu beschreiten. Mittlerweile betreue ich Projekte (Branding, Design, Software) in ganz Deutschland, Schweiz, Österreich, Serbien, China und in den USA.